Porträt

Miriam Nagl wurde am 22. Januar 1981 in Curitiba/Brasilien geboren und besitzt damit eine deutsch-brasilianische Doppelstaatsbürgerschaft. Bis zu ihrem achten Lebensjahr wuchs sie in Curitiba/Brasilien auf und besuchte dort die Schweizer Schule. Mitte 1989 zog Familie Nagl nach Schwäbisch Hall. Bis zu ihrem 12. Lebensjahr war Miriam aktive Fußballerin in einer Jungen-Jugend Mannschaft.

1991 erhielt Miriam ihre erste Golfstunde in Schwäbisch Hall. Ebenfalls 1991 zog Familie Nagl nach Berlin und trat in den Golfclub Kallin ein. 1992 erlangte Miriam ihre Platzreife und verbesserte ihr HCP auf 28. Seit 1993 begann Miriam mit systematischem Golftraining und verbesserte ihr HCP in 1993/1994 auf 7. 1994 wurde Miriam in den Mädchen Nationalkader des DGV berufen. 1995 nahm sie an den Mädchen Europameisterschaften und am European Young Masters in Wentworth teil.

Im Herbst 1995 wurde Miriam zum Jugend Ryder Cup in Oakhill/New York eingeladen, wo sie mit dem Continental Team gewann. 1997 wechselte Familie Nagl in den Golfclub Semlin.

Nach der Beendigung der 10. Klasse in Berlin-Frohnau entschloss sich Miriam an der Leadbetter Academy Bradenton mit dem Trainer Jonathan Yarwood zu trainieren und wurde gleichzeitig in die Bradenton Highschool in Florida eingeschult. Im Mai 1999 schloss Miriam mit der Highschool in Florida ab und begann an der Arizona State University mit einem Golfstipendium "International Business and Management" zu studieren. Gleichzeitig spielte sie in der Damenmannschaft der ASU (Sun Devils). Nach einem Jahr stand jedoch für Miriam der Entschluss fest ihren Traum, Golf-Professional zu werden, weiter zu verfolgen. Sie zog zurück nach Florida. Im Februar 2001 wechselte Miriam ins Profilager und spielte in der Saison 2001 auf der Futures Tour in Amerika. Bei der Qualifikation für die LPGA Tour 2002 erspielte sie sich auf Anhieb eine "Conditional Card", die es ihr ermöglichte, in der Saison 2002 einige LPGA Turniere mitzuspielen. Dennoch entschied sie sich, sich auf die FUTURES Tour zu konzentrieren und erspielte sich, nach einem etwas holprigen Saisonstart  einem dritten Rang der Geldrangliste der FUTURES Tour in 2002. Damit erhielt Miriam automatisch die volle Spielberechtigung für die LPGA Saison 2003.

Die Bilanz der ersten Spielsaison auf der LPGA Tour liess sich sehen: Ein 10. Platz bei der LPGA Willliams Championship und ein 11. Platz bei der LPGA Shop Rite Classic legten den Grundstein für den 79. Platz der Geldrangliste am Ende der Saison 2003. In den Wintermonaten trainierte Miriam intensiv mit dem Fitnessguru Kai Fusser, der ebenfalls Annika Sorenstam betreut.

Auf Grund von starken Rückenprobleme verlief die Saison 2004 dann aber leider nicht wie geplant. Am Ende der Saison 2004 erreichte Miriam den 125. Platz der Geldrangliste und damit für die LPGA 2005 lediglich eine Conditional Card.

Ende November 2004 nahm Miriam erstmalig an der Qualifying School für die Ladies European Tour in Italien teil und konnte das Turnier prompt gewinnen. Dadurch erhält sie für die Saison 2005 die volle Spielberechtigung auf der Ladies European Tour. Die Saison 2005 war ihre bislang erfolgreichste Spielsaison. Miriam startete bei insgesamt 24 Turnieren . 7 Turniere davon waren erstmalig Turnier der Ladies European Tour. Bei drei Turnieren kam Miriam unter die Top Ten, in Teneriffa schrammt sie knapp an ihrem ersten Turniersieg vorbei. Mit $ 89 905,00 Preisgeld auf der LPGA Tour erlangte Miriam den 87. Platz der Geldrangliste, in Miriam reichten € 53.865,00 zu einem hervorragenden 32. Platz. Damit sicherte sich Miriam souverän auch für 2006 die Tourkarten sowohl in Europa als auch auf der LPGA Tour. Auch in 2006 war Miriam auf beiden Touren präsent , obwohl sie sich nach wie vor auf die amerikanische Tour konzentrierte.

Die Saison 2006 startet für Miriam mit einem persönlichen Highlight. Vom 20.-22. Januar vertrat sie Deutschland gemeinsam mit Anja Monke bei dem Womens World Cup of Golf in Südafrika und belegte einen hervorragenden 9. Platz. Bei dem anschließenden Turnier in Hawaii konnte sie sich mit Runden von 74-67 und 68 den 5. Platz sichern. Durch eine Schwungumstellung kam Miriam dann leider bis zur Saisonmitte nicht richtig in Schwung und konnte ihr Spiel erst in der zweiten Jahreshälfte wieder stabilisieren.

Anfang 2007 erlitt Miriam bei einem Skiunfall in Österreich einen Kreuzbandriss. Nach der Operation Mitte Januar wird sie bis etwas Mitte 2007 ausfallen.

Ausgleichsaktivitäten: Basketball, Schwimmen, Laufen, Konditionstraining, Aerobic, Lesen.

 

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Stand: 28.01.2012 16:58 , Releasestand: 1.